Osteopathie, Physiotherapie und Chiropraktik – Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Was ist besser? Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Osteopathie, Physiotherapie und Chiropraktik – Ein Vergleich.

Was ist Physiotherapie?

Physiotherapie ist ein Oberbegriff für Krankengymnastik und physikalische Therapie. Der Begriff kommt aus dem Altgriechischischen: phýsis = Natur/Körper, therapeía = Dienen/Pflege/Heilung.

Damit ist das Wiederherstellen der natürlichen Funktion gemeint.

Das Ziel der Physiotherapie ist, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederherzustellen, zu verbessern und zu erhalten. Dabei werden eine Vielzahl von Therapiemethoden angewandt.

Die bekanntesten Beispiele sind die manuelle Therapie (Techniken zur Gelenkmobilisation), Heilmassagen und die Faszienmobilisation. Auch PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation), sensomotorische Aktivierung, Heilgymnastik, und viele andere sind ein wichtiger Bestandteil einer vollumfassenden Therapie. Oftmals wird die Behandlung durch natürliche physikalische Reize (z. B. Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrizität) ergänzt.

Wie funktioniert Physiotherapie?

In der Physiotherapie spielt Bewegung eine entscheidende Rolle.

Dabei wird zwischen aktiver und passiver Bewegung unterschieden.

  • Aktive Bewegung bedeutet, dass der Patient selbstständig Bewegungen ausführt.
  • Passive Bewegung heißt, dass äußere Kräfte zur Bewegung benutzt werden, also zum Beispiel durch die manuelle Therapie des Physiotherapeuten.

Es wird großer Wert auf die aktive Bewegung, also die aktive Mitwirkung des Patienten, gelegt. Während der Behandlung lernt man Bewegungsübungen, die man auch selbständig ausführen kann. Regelmäßige Bewegung, kontinuierlicher Muskelaufbau, und ein verantwortlicher Umgang mit dem eigenen Körper sind wichtige Faktoren, die durch einer Therapie erlernt werden und zum Behandlungserfolg führen.

Was ist Chiropraktik?

Der Begriff Chiropraktik kommt aus dem Altgriechischen: cheir = Hand, praktikós = tätig. Die moderne Chiropraktik geht auf den Kanadier Daniel David Palmer zurück.

Ein Chiropraktiker achtet vorrangig auf Fehlstellungen von Wirbeln, sogenannte Subluxationen.

Diese können durch falsche Haltung, zu wenig Bewegung oder durch Unfälle verursacht worden sein. Ziel des Chiropraktikers ist es, diese Blockaden durch einen gezielten Handgriff, aber ohne großen Kraftaufwand, zu lösen. Diese Technik wird Justierung genannt. Oft hört man dabei ein Knacken. Durch das Lösen der Subluxationen soll der Druck auf die Spinalnerven (lateral) oder das Rückenmark (medial) beseitigt werden.
Bei einer anderen Technik, der Traktion, wird durch Zug an den Gelenken für Entlastung gesorgt.
Darüber hinaus kann der Chiropraktiker auch Massagen oder Dehnungen anwenden. In der Regel wird die Behandlung durch eine anschließende Krankengymnastik ergänzt.

Osteopathie vs. Physiotherapie

Bestimmt ist dir beim Lesen bereits aufgefallen, dass sich Physiotherapie und Osteopathie in einigen Bereichen überschneiden. Wo liegen die Unterschiede?

  • Im Allgemeinen verwenden Physiotherapeuten Hilfsmittel zur Behandlung des Patienten, zum Beispiel in der Elektrotherapie oder Ultraschalltherapie.
  • Dabei wird überwiegend nur eine bestimmte Stelle des Körpers behandelt, nämlich dort, wo gerade die Beschwerden bestehen.
  • Außerdem geben Physiotherapeuten oft Übungen mit, die der Patient selbst durchführen kann.
  • Osteopathen sehen Behandlungen als ganzheitlich.
  • Sie verwenden meistens die Hände und kaum andere Geräte zur Behandlung des Patienten.
  • Es wird nicht nur eine bestimmte Stelle behandelt, sondern die Ursache der Beschwerden wird gesucht und behandelt. Womöglich ist diese an einer ganz anderen Stelle im Körper zu finden.

Was ist also besser, Physiotherapie oder Osteopathie?

Kurz gesagt: Beides. Ein guter Physiotherapeut wird auch Techniken der Osteopathie mit einbauen, genauso wie ein guter Osteopath auch physiotherapeutische Behandlungsmethoden verwendet.

Osteopathie vs. Chiropraktik

Hier gibt es ebenfalls viele Gemeinsamkeiten.

  • Zum Beispiel behandeln sowohl der Chiropraktiker als auch der Osteopath den Patienten überwiegend mit den Händen.
  • Jedoch wenden Chiropraktiker dabei eher die oben erwähnten Justierungen an, wohingegen Osteopathen eher weichere, sanftere Bewegungen durchführen, um Spannungen zu lösen.
  • In der Osteopathie wird gleich viel Wert auf die Funktionalität des Skelettsystems und des Bindegewebes sowie der Organe gelegt.
  • In der Chiropraktik liegt der Fokus in erster Linie auf der Wirbelsäule und dem Nervensystem.

Kurz gesagt: Der Blickwinkel und die Herangehensweise sind zwar unterschiedlich, aber ein guter Therapeut berücksichtigt alle Aspekte.

 

 

Osteopathie oder Chiropraktik: Was ist am besten für dich?

Wir glauben, dass jede Technik Stärken und Anwendungsbereiche hat, deswegen schauen wir über den „Tellerrand“, bilden uns laufend weiter und legen großen Wert auf eine ganzheitliche Behandlung unserer Patienten.

Wenn du dir eine maßgeschneiderte Behandlung wünschst, bist du bei NeoOsteo, deiner Osteopathie-Praxis bei Flensburg, genau richtig. Komm uns doch besuchen und überzeuge dich selbst!

Das Team von NeoOsteo konnte schon vielen Menschen mit den unterschiedlichsten Problemen zu einem besseren Leben verhelfen. Lese hier unsere Erfahrungsberichte!

Du erreichst uns telefonisch unter 0170 / 557 54 53 oder per Mail an jasmin@neo-osteo.de